Mein Hut der hat drei Ecken…

Apr,2020

Ein wenig Zeit ist seit meinem letzten Blog vergangen – dabei hatte ich ursprünglich angekündigt, den Blog mal technisch auszulegen. Viel ist in den letzten Wochen passiert, was uns alle zum Umdenken gestimmt hat. Aber wer möchte in einem Blog eines verrückten IT’lers schon solche Themen lesen? Keiner! Daher….
„Mein Hut der hat drei Ecken, drei Ecken hat mein Hut…“

Trommelwirbel …. mein Büro

Mein Einzug in das Büro ist vollzogen – mit allen Kleinigkeiten dieser Welt. Das Büro kommt – auch wenn es auf dem Bild klein aussieht auf ~ 35 m²… Wie groß das ist, haben meine Freunde und ich erst beim Malen der Wände und Decke festgestellt. Die Wände wurden immer mehr und das Bier weniger – gefährliche Kombination. Man lernt daraus. Und als ich die Wände nochmal überstreichen musste, wurde das Bier gegen Schnaps getauscht. Leider war das Ergebnis dasselbe… aber genug geschrieben – hier ein erstes Bild.

Da war ja noch was…

Das Thema, was viele hinterfragt haben, war jedoch „mein Praktikant„.Ja, der war da, insgesamt fast 1,5 Wochen. In Summe war es weniger ein Praktikum – es wurde sein IHK-Abschlussprojekt, bei einen meiner Kunden, erarbeitet. Umsetzung gemäß dem Motto „straffe Führung“ und viel Interesse seinerseits. 😉 Es war sehr konstruktiv miteinander, so dass ich mit ihm noch bei anderen Kunden kleinere Themen erledigt habe, die Inhaltlich zum Thema passten.Es hat mir sehr gefallen, jedoch unterschätzt man, wie viel Zeit es kostet jemanden in der Form zu betreuen. Die erste Erfahrung zum eigenen Auszubildenden ist gemacht.

InSol vergrößern?

Ich habe im letzten Monat mit dem Gedanken gespielt, einen IT’ler anzuheuern und unter der Flagge der Freidenker aufzunehmen. Aufgaben dazu hätte ich genug – ganz zu schweigen von den Themen und Kleinprojekten nebenher die ich absage bzw. nicht zusagen kann. Es ist sehr Interessant, sich mit Bekannten zu unterhalten, mit dem Gedanken im Hintergrund, ihn zu interviewen bzw. abzuwerben. Bei Zweien (2) habe ich tatsächlich sogar Interesse gehabt die Crew zu erweitern. Einer der menschlich und fachlich sehr sehr gut zu mir und meinen Partnern passen würde – aber für den ich schon fast zu wenig Arbeit habe. Der andere hat sich nach einem, meinerseits, großartigen Abwerbungsversuch dann aber leider nicht zurückgemeldet. Feedback bedeutet die Rückmeldung einer Information. Da darf und muss auch ein „Nein“ kommen. Momentan liegt das Thema aber auf Eis. Warum sein derzeitiges Standing verschlechtern und nur Einer von Vielen (Dienstleistern) werden, wenn man Einer von wenigen sein kann.

Kommen wir zurück auf die Individual Solutions – kurz InSol

Mein Fokus ist es – wenige gute Partner – aufzubauen und diese, sofern nötig, mit höchster Flexibilität zu unterstützten und Themen voran zu treiben, die sonst liegen bleiben würden. Ich bin immer erreichbar, versuche Fortschritte zu erzielen und viel zu kommunizieren. Ich bin in meinem damaligen Dasein als Consultant-Nu**e von Arbeitgebern durch Unternehmen geschickt worden, um Missstände und Probleme technischer, fachlicher oder menschlicher Art zu identifizieren, klassifizieren und ggf. gerade zu ziehen. Ob innerhalb von Transitionen, Projekten oder einfach nur für einzelne Stunden oder Tage. Am liebsten waren mir aber schon immer die abgelutschten Projekte, die andere nicht konsequent zu Ende gebracht haben, aus Gründen, die ich nie verstehen werde. Ich meine damit nicht Lösungen, die zu 80% fertig sind (Pareto Prinzip) – diese würden in den meisten Fällen ja ausreichend sein. Ich stoße auf Themenkomplexe oder Systemintegrationen, die nicht mal zu 40% implementiert oder zu Ende gedacht wurden. Und genau da setzte ich teilweise auf – und schließe die Baustelle oder übernehme die anderen 50% (ja ich weiß, in Summe sind das 90%).In der Vergangenheit habe ich häufiger versucht durch Hinweisen, Mails und Gespräche den Verantwortlichen entsprechend hinzuweisen, dass es anders und/oder besser geht. Nur habe ich vergessen, dass die Komponenten „Lust + Wille“ immer eine wichtige Rolle spielen… Was man dazu sagen kann?

Ein satter Löwe geht nicht jagen und ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss!

Einer meiner Doings erzähle ich euch doch…

Für mich ist es schwer zu beschreiben, was ich eigentlich das letzte 3/4 Jahr gemacht habe und was nicht. Ich habe Themen in sehr vielen Bereichen abgearbeitet, so wie ich es wollte und immer noch will. Ich mache bei meinen Partnern mehr als nur XX oder YY. Das liegt daran, dass ich schon teilweise so tief in die IT der Unternehmen integriert wurde, dass Anforderungen kommen, die ich nur aufgrund eben dieser Tiefe abarbeite. Ein außenstehender würde sich im Kreis drehen und gar nicht die Anforderung oder das Problem verstehen.
Bei einen meiner Partner wurde aufgrund der momentanen Außen-Situation reagiert und eine Ad-hoc Lösung gesucht, um Mitarbeiter auf ein kleines Haus, hinter dem Geschäftsgebäude, aufzuteilen (zwecks Ausfall- und Ansteckungsgefahr). Die beiden Bauten stehen auf dem Firmengelände und gehören dem Gründer des Unternehmens. Sie sind aber netzwerktechnisch nicht miteinander verbunden. Was macht der findige IT’ler?
Genau – er prüft eine kabellose Anbindung des kleinen Hauses über eine verschlüsselte und abgesicherte WLAN-Verbindung. Anschließend werden über einen WLAN-Controller die Einstellungen konfiguriert und bereitgestellt. Die notwendigen VLANs werden over air gleich mit gesendet. Telefone sollen dann auch über diese Verbindung laufen. Die dB der Sendeantennen müssen noch unbedingt auf den „NASA-Modus“ konfiguriert werden, damit man bis in den Orbit senden kann. Am besten bleiben dann die Fenster bei Wind und Wetter noch auf, um das Signal nicht zu dämpfen, die Mitarbeiter haben zum Glück Jacken zum Wärmen. Andernfalls stellt man paar Decken zur Verfügung. Wenn das Mesh-Netzwerk aufgebaut ist, werden die Störsignale in der Nachbarschaft überprüft. Dann stellt man, wenn nicht geschehen, die optimalen Sendekanäle ein (z.B. 1 und 36) und freut sich dann, dass die Telefonate trotzdem bei schlechtem Wetter abbrechen. Kleinen Switch hinter einen der WLAN APs bauen, um Geräte anzubinden, die kein WLAN haben. Dann wird der Transfer ohne Drops der Einflüsse laufen…
Was sich für außenstehende Leser schon kompliziert anhört, bedeutet, bei den wissenden IT’lern, viel Konfigurations- und Testaufwand. Ich möchte mit dem Beispiel nur aufzeigen, wie kompliziert man als findiger IT’ler heutzutage denken muss. Als IT-Freidenker jedoch darf man zu anderen Tricks greifen 😉
Um ehrlich zu sein bin ich den Gedanken auch gefolgt, mit einem Unterschied. Ich alle Phasen übersprungen, einen Uplink-AP aus dem Fenster gehangen – Netzwerkperformance gemessen, festgestellt, dass die Übertragungsrate nur okay war – aber eben nicht gut.

Das Ergebnis kann man auf dem Bild gut sehen. Wir haben uns nach ca. 1 Std gucken + testing kurzerhand dazu entschieden, die Komplexität maximal zu entfernen und einfach eine Strippe zu ziehen. Aus dem Baumarkt wurden dann ein Kabel, RJ45 Stecker und 50m Kabelschutz (aus Hartplastik) organisiert und zwischen den Gebäuden verlegt.
KISS – Keep it simple, stupid!
Besondere Anforderungen bedürfen manchmal besonderer Maßnahmen.
Der Zweck heiligt die Mittel!
Am Ende muss man sagen, steht nahezu die volle Übertragungsrate zur Verfügung.
Ich möchte nicht sagen, dass man mit einer kabellosen Lösung nicht genauso glücklich werden könnte. Nur Bedarf es bei WLAN-Lösungen dieser Art, wenn sie noch nicht vorhanden sind, einer möglichst „schmalen, aber guten“ Vorbereitungs-, Planungs-, Durchführungs- und Testphase. Idealerweise nochmal mit nachjustieren und einen kritischen Blick auf Sicherheit usw.
Wenn man aber „zu morgen“ eine Übergangsmöglichkeit schaffen möchte, um Mitarbeiter aufteilen zu können, die aufgrund ihrer Tätigkeit nicht ins Homeoffice dürfen, kann man gerne mal zu solchen Maßnahmen greifen. Und seien wir mal ehrlich. Kabel geht immer, oder? #NoWlanNoCry
Ich werde übrigens wieder meine Homepage umbauen (müssen), weil ich nicht ganz zufrieden mit meinem derzeitigen Anbieter bin. Der Versuch jemanden geeignetes dafür zu finden erkläre ich als gescheitert. Ich warte z.B. seit 1,5 Wochen auf die Kontaktdaten einer Dame die sich bei mir, nach meinen Aufruf auf Xing & LinkedIN, gemeldet hat, um sich kennenzulernen und mögliche Ideen zu besprechen. Warum man aber als selbstständige Person a) Jemanden kontaktiert und sich nicht meldet und b) eine E-Mail ohne Signatur oder Kontaktdaten sendet, außer die E-Mail Adresse auf die man nicht antwortet, werde ich nicht verstehen…
In dem Sinne, genießt wohlmöglich den (vor-)letzten Blog auf dieser Seite – bleibt gesund und munter!